Erneuerbarer Strom für Australiens Energiezukunft: Koordination von Snowy 2.0

Projektübersicht
Die 1970 gegründete Snowy Mountains Engineering Corporation (SMEC) hat ihren Ursprung in dem weltberühmten Snowy Mountains Hydroelectric Scheme, einer der größten Ingenieurleistungen des 20. Jahrhunderts. Aktuell spielt SMEC eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Snowy 2.0, dem größten Projekt für erneuerbare Energien in Australien, das den nationalen Strommarkt mit sauberem Strom und großformatigen Energiespeichern versorgen soll.
Realisierung eines Mega-Infrastrukturprojekts
Snowy 2.0, die Erweiterung des legendären Snowy Hydroelectric Scheme, ist eine der weltweit komplexesten und anspruchsvollsten technischen Meisterleistungen. Snowy 2.0 ist im Wesentlichen eine gigantische Batterie für erneuerbare Energien, die überschüssigen Strom aus Wind- und Sonnenenergie speichert und genau dann wieder ins Netz einspeist, wenn er am dringendsten benötigt wird.
Mit einer Kapazität von 2.200 MW wird Snowy 2.0 genug Energie bereitstellen, um 3 Millionen Haushalte eine Woche lang zu versorgen – das entspricht etwa 23 Millionen Hausbatterien. Der Umfang und die Leistungsfähigkeit dieses Projekts sind bemerkenswert.
Snowy 2.0 ist für eine Lebensdauer von 150 Jahren ausgelegt und wird eine wichtige Rolle bei der Sicherung der sauberen Energiezukunft Australiens für kommende Generationen spielen. Nach der Fertigstellung Ende 2028 wird es das Herzstück der einzigartigen Kombination aus bedarfsgesteuerten Kraftwerken von Snowy Hydro bilden und eine verlässliche Stromversorgung sicherstellen, während mehr saubere Wind- und Sonnenenergie ins Netz eingespeist wird. Seit 2017 ist SMEC Teil des Teams des Eigentümers und stellt seine technische Expertise in den Bereichen Wasserkraft, Tunnelbau und Geotechnik zur Verfügung, um eine sichere, effiziente und innovative Umsetzung zu gewährleisten.
Revizto als Datenbrücke
Bei einem derart großen Projekt wie Snowy 2.0 mit Tunneln, die sich durch zerklüftetes Berggelände erstrecken, und einem 800 Meter unter der Erde liegenden Kraftwerk ist die Koordination in Echtzeit entscheidend. Mit Revizto konnte das Projektteam innerhalb von 24 Stunden schnell auf 3D-Raumdaten zugreifen und Punktwolkendaten mit Planungsmodellen überlagern, sodass alle Teammitglieder eine klare 360-Grad-Ansicht der Baustelle erhielten.
Bis heute hat das Team etwa 400 Planungsmodelle, 2.500 LiDAR-Scans und geologische Modelle für 27 Kilometer erstellt. Diese Fülle an digitalen Informationen floss direkt in die Plattform, sodass Ingenieure und Projektmanager den Fortschritt bewerten, installierte Supportleistungen nachverfolgen und Aktualisierungen sofort weitergeben konnten. Gleichzeitig konnten sich die Beteiligten in mehreren Büros über eine Single Source of Truth abstimmen. Diese digitale Umgebung erleichtert die Zusammenarbeit und verbindet Hunderte von Teammitgliedern über verschiedene Gewerke hinweg – unabhängig von ihrem Standort oder ihren Fähigkeiten.
Reviztos Fähigkeit, reibungslos riesige Datenmengen und Modelle zu hosten, erstaunt mich immer wieder. Revizto hat die Zusammenarbeit im gesamten Projekt optimiert und bietet eine Single Source of Truth für Hunderte von Teammitgliedern an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt.
Kevin Golding | Digital Engineering Coordinator
Digitale Ingenieurgeologie in bergigem Terrain
Traditionelle Fotokarten erschweren die genaue Lokalisierung von Gesteinsmerkmalen und deren Übermittlung an das Geomodellierungsteam im Büro. Mit Revizto konnte das Team vor Ort die Scandaten direkt mit den Planungsmodellen überlagern und wichtige Merkmale über die Aufgabenverwaltung markieren. So entstand ein klarer Arbeitsablauf für die Geomodellierer im Büro, die diese Merkmale effizient modellieren und projizieren konnten. Damit wurde sichergestellt, dass wichtige geologische Informationen in Echtzeit weitergegeben werden.
Mit Revizto können wir dem Team mühelos Zugang zu den projizierten Oberflächen von noch nicht ausgehobenen Tunneln bieten. Dies erhöht die Sicherheit und die Qualität und reduziert gleichzeitig das Risiko geologischer Überschreitungen.
Kevin Golding | Digital Engineering Coordinator
Herausforderungen
- Hunderte von Benutzern in globalen Teams mit sieben verschiedenen Koordinatensystemen
- - Riesige Datenmengen in verschiedenen Formaten
- - Komplexe alpine Geologie und geotechnische Unsicherheiten
- - Schwierigkeiten bei der präzisen Kartierung mit traditioneller Photogrammetrie
Lösungen
- - Eine einzige kollaborative Plattform, die die Einheitlichkeit zwischen allen Teams und Datenquellen sicherstellt
- - Direkter Import von .laz-Dateien und schneller Zugriff auf Photogrammetrie für Entscheidungen in Echtzeit
- - Visueller Kontext für geotechnische Analysen und Risikoverteilung
Vorhersage anspruchsvoller Tunnelbedingungen
Snowy 2.0 verbindet die beiden existierenden Staudämme Talbingo und Tantangara über ein 27 Kilometer langes Tunnelsystem. Dazu musste das Team LiDAR- und Photogrammetrie-Scans mit Planungsmodellen integrieren sowie .laz-Dateien direkt importieren, um detaillierte Ansichten der Tunnelbedingungen nahezu in Echtzeit zu erhalten. Dank Revizto konnten all diese Formate in einer Plattform zusammengeführt werden, sodass dass das Team den Fortschritt der Tunnelarbeiten schnell beurteilen und geologische Merkmale in den vielen Tunneln visualisieren konnte.
So hat Revizto den Erfolg von Snowy 2.0 ermöglicht
- Erstklassige Datensicherheit und -hoheit: Zugriff auf Modelle und Scans für mehr als 750 Teammitglieder, darunter Eigentümer, Bauunternehmer und Planer.
- Einheitliche 2D/3D-Umgebung: Kombination von Felswand-Scans mit Planungsdaten zur Unterstützung des abgestimmten geotechnischen Basisbericht-Modells. Nahtlose Überlagerung von LiDAR- und Photogrammetrie-Scans mit Planungsmodellen, einschließlich direktem Import von .laz-Dateien.
- Integriertes Task-Management: vereinfacht die Kommunikation zwischen den Teams auf der Baustelle und den Geomodellierern im Büro und reduziert so Verzögerungen und Fehler.