Was ist eine Common Data Environment (CDE)? CDE und BIM in der Baubranche
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Eine Common Data Environment (CDE) ist eine Plattform oder Infrastruktur, die es ermöglicht, Informationen unabhängig von ihrer Quelle mit minimalem Aufwand zu speichern, zu bearbeiten und auszutauschen. Die Implementierung einer echten CDE kann überraschend komplex sein, doch selbst grundlegende Ansätze bieten bereits enorme Vorteile für die Zusammenarbeit und das Datenmanagement. Dieser Artikel beleuchtet das Thema CDE ausführlich und stellt zudem verschiedene Softwarelösungen vor.
Definition einer Common Data Environment
„Common Data Environment“ (CDE) ist ein Begriff, der in den letzten Jahren regelmäßig verwendet wird, meist in Verbindung mit neueren Technologien wie Building Information Modeling (BIM) im Bauwesen. Eine CDE ist eine Umgebung, die zum Speichern, Teilen, Übertragen und Ändern projektbezogener Informationen dient. Die Einführung der ISO 19650 im Jahr 2018 gilt weithin als Wendepunkt in der Geschichte der CDEs, und die Technologie erfreut sich seither wachsender Beliebtheit.
Das Hauptanwendungsgebiet für CDEs ist die Bauindustrie mit ihren Bereichen Infrastruktur, Tiefbau, Wohnungsbau und anderen Zweigen. Die Implementierung einer CDE-Struktur kann all diesen Branchen zugutekommen, da sie komplexe Kommunikations- und Datenaustauschprozesse drastisch vereinfacht. Es handelt sich um ein relativ selbsterklärendes Konzept, das in seinen Gesamtmöglichkeiten für die Bauindustrie jedoch überraschend detailliert und spezifisch ist.
Zweck einer CDE
Leistung ist seit Jahrzehnten ein häufiges Problem in der Bauindustrie. Die Mehrheit moderner Bauprojekte ist unglaublich komplex, mit Dutzenden verschiedener Beteiligter und oft Hunderten von Fachleuten, die für sehr spezifische Aufgaben engagiert werden. Selbst wenn diese Personen zum selben Unternehmen gehörten, wäre es schwierig, sie alle mit herkömmlichen Kommunikationsmethoden zu verwalten.
Die Gesamtsituation wird noch dadurch verschärft, dass viele Branchenexperten auf proprietäre Software angewiesen sind, die in der Regel proprietäre Datenformate enthält, die für Nicht-Experten schwer zu interpretieren sind. Dies sind nur einige der vielen Beispiele dafür, wie die Bauindustrie seit Jahrzehnten ein Albtraum in Bezug auf Kommunikation und Zusammenarbeit ist, was zu Budgetüberschreitungen, Konflikten, Verzögerungen usw. führt.
CDE wurde geschaffen, um genau dieses Problem zu lösen: die Kommunikation zwischen verschiedenen Teams und Stakeholdern. Die Lösung ist eine einzige Datenumgebung, die Informationen in lesbaren Formaten empfangen und jedem am Projekt Beteiligten präsentieren kann. Sie soll zudem hochgradig zugänglich und mobil sein, was die Möglichkeit beinhaltet, nicht nur Desktops, sondern auch Mobiltelefone und andere Geräte zu nutzen, um unterwegs auf notwendige Informationen zuzugreifen.
CDEs sind zudem ein wesentlicher Bestandteil des Building Information Managements, einem weiteren Konzept in der Bauindustrie, das im Laufe der Jahre stark an Bedeutung gewonnen hat. Dieser Ansatz bietet deutlich bessere Ergebnisse als jeder herkömmliche Bauansatz.
Vorteile einer Common Data Environment
Bei korrekter Implementierung bietet eine Common Data Environment ihren Nutzern zahlreiche Vorteile während der verschiedenen Phasen der Projektrealisierung. Eine CDE kann die Ergebnisse fast jedes Projekts verbessern, von der frühen Entwurfsphase bis zur Instandhaltung nach der Fertigstellung. Einige der am häufigsten genannten Vorteile von CDEs für BIM sind:
- Optimiertes Zeitmanagement. Der vereinfachte Zugriff auf relevante Projektinformationen macht überflüssige und langwierige Besprechungen zwischen den Projektbeteiligten überflüssig.
- Verbesserter Datenaustausch. Eine CDE ermöglicht zudem einen einfachen und bequemen Zugriff auf den Datenaustausch und -upload, was die Aktualisierung sämtlicher Informationen erheblich vereinfacht.
- Kein Datenverlust. Auch wenn dies als Teil des vorherigen Vorteils betrachtet werden kann, stellt das Risiko eines Datenverlusts bei der Übertragung zwischen verschiedenen Beteiligten ein massives Problem für das gesamte Projekt dar. Eine CDE löst dieses Problem durch eine zentrale Speicherung, die Informationen schnell und sicher bereitstellt.
- Aktuelle Informationen. Ein einfacher und effizienter Prozess zur Informationsaktualisierung verbessert zudem die Leistungsfähigkeit weitaus umfangreicherer Prozesse und ermöglicht es BIM-Software, von der nahtlosen Datenfreigabe einer CDE zu profitieren.
- Höhere Sicherheit. Die zentrale Struktur einer CDE vereinfacht die Zugriffskontrolle und andere sicherheitsrelevante Vorgänge erheblich, was die Arbeit von Administratoren und IT-Fachleuten verbessert.
Verbindung zwischen BIM und CDE
Building Information Modeling, oder BIM, ist ein weit verbreitetes Verfahren in der modernen Bauindustrie. Die meisten Fachleute in diesem Bereich kennen bereits die Vorteile gegenüber herkömmlichen Bauansätzen.
Gleichzeitig kann BIM ein äußerst komplexer Prozess mit vielen wesentlichen Elementen sein. Eines dieser Elemente ist eine CDE – eine Umgebung, die im Rahmen von BIM genutzt wird, um mit verschiedenen Beteiligten zusammenzuarbeiten und eine digitale Repräsentation des Projekts (ein BIM-Modell) zu teilen, das während des gesamten Projektablaufs kontinuierlich erweitert und verbessert wird.
Allgemein betrachtet ist BIM eine ausgefeilte Strategie, die einen völlig neuen Ansatz für den Bauablauf verfolgt. Dabei ist eine CDE ein zentraler Bestandteil eines der wichtigsten Vorteile von BIM: die zentrale Datenspeicherung als „Single Source of Truth“ für alle Projektbeteiligten. Die Nutzung einer CDE bietet allen BIM-Anwendern in jeder wichtigen Phase der Projektrealisierung entscheidende Vorteile, darunter:
- Zugriff auf alle Projektinformationen zur Sicherstellung der Abstimmung des Entwurfs und der Klarheit der Spezifikationen in der Entwurfsphase.
- Dank aktueller Projektinformationen können Auftragnehmer bereits in der Planungsphasepräzise Zeit- und Budgetschätzungen abgeben.
- Echtzeit-Modellaktualisierungen und eine klare Aufgabenidentifikation werden in der Bauphase durch den Einsatz einer CDE in Kombination mit BIM ermöglicht.
- Nach Projektabschluss ist die Wartungsphase eines Bauwerks deutlich einfacher, da das vollständige Projektmodell jederzeit verfügbar ist.
In einer idealen Umgebung sollte die vollständige Implementierung von BIM Hand in Hand mit einer „echten“ CDE gehen, die auf vollständig neutralen Datenformaten und einem nahezu undurchdringlichen Sicherheitssystem basiert. Doch schon der aktuelle Fokus auf gängige und bekannte Datenformate reicht aus, um die digitale Transformation der gesamten Branche zu beschleunigen und dabei die Leistung sowie die Benutzerfreundlichkeit für alle Projektbeteiligten zu verbessern.
Definition eines digitalen Zwillings
Ein „digitaler Zwilling“ ist ein Konzept, das auf einer hochdetaillierten virtuellen Repräsentation eines bestehenden oder zukünftigen Bauwerks basiert. Diese Darstellung sollte während der verschiedenen Phasen der Projektrealisierung kontinuierlich mit neuen und vorhandenen Informationen aktualisiert werden.
Die Nutzung eines digitalen Zwillings ist eines der grundlegendsten Elemente des BIM-Prozesses. Doch der Aufbau einer komfortablen und nahtlosen Umgebung für den Datenaustausch wäre ohne das Konzept einer CDE nicht möglich. Diese Abhängigkeit ist der Hauptgrund dafür, warum BIM und CDE, insbesondere in der Baubranche, oft als untrennbar betrachtet werden.
Definitionen von openBIM und openCDE
openBIM lässt sich als kollaborative Initiative beschreiben, die darauf abzielt, das digitale Datenmanagement in der Baubranche (im Kontext von BIM) zu verbessern. Dieses Konzept adressiert eines der größten Probleme von BIM: das Fehlen eines allgemein anerkannten, neutralen Dateiformats, das von allen BIM-Lösungen ohne Informationsverlust bei der Konvertierung genutzt werden kann.
Ähnlich wie eine CDE oft als Teil einer vollständigen BIM-Implementierung angesehen wird, ist openCDE eine Initiative von buildingSMART International, derselben Organisation, die auch openBIM eingeführt hat. Das Hauptziel von openCDE ist dem von openBIM sehr ähnlich: eine Umgebung zu schaffen, in der verschiedene CDE-Lösungen miteinander kommunizieren können, ohne durch proprietäre Dateiformate und die damit verbundenen Datenverluste bei Konvertierungsprozessen eingeschränkt zu werden.
Die Frage der Dateneigentümerschaft in einer Common Data Environment
Grundsätzlich behält derjenige, der Informationen bereitstellt, das Eigentum an den Daten, die er erstellt und in die CDE eingebracht hat. Die meisten Beiträge werden vertraglich für einen bestimmten Zweck lizenziert (z. B. „Unterstützung bei der Erstellung eines Modells mit einem bestimmten Detaillierungsgrad“), und die innerhalb der CDE unter Verwendung dieser Beiträge erstellten Informationen werden den ursprünglichen Beitragenden ebenfalls für deren eigene Zwecke (z. B. Analysen) zur Verfügung gestellt.
Das Dateneigentum kann sich in verschiedenen Projektphasen ändern. Ein häufiges Beispiel ist die Situation, in der ein vom Planer modelliertes Objekt durch ein reales Gegenstück eines bestimmten Herstellers (eines Subunternehmers) ersetzt oder angepasst wird, um den Bauprozess besser nachvollziehbar zu machen.
Erwartungen an eine Common Data Environment
Wie bei jeder Technologie, die in der Branche Fuß gefasst hat, wächst die Nutzung von CDE seit mehreren Jahren stetig. Diese Entwicklung führt zwangsläufig zur Entstehung verschiedener Standards und Vorschriften in diesem Bereich. Eines der bekanntesten Beispiele ist die ISO 19650-1:2018 mit dem Titel „Organisation und Digitalisierung von Informationen zu Bauwerken und Bauwerksinformationsmodellierung (BIM) – Informationsmanagement mit BIM – Teil 1: Begriffe und Grundsätze“ (Quelle).
Diese Norm liefert eine eigene Definition für eine Common Data Environment (3.3.15): „vereinbarte Informationsquelle (3.3.1) für ein bestimmtes Projekt oder Asset (3.2.8), zum Sammeln, Verwalten und Verbreiten jedes Informationscontainers (3.3.12) durch einen gesteuerten Prozess.“ Sie definiert viele verschiedene Elemente des CDE-Konzepts, darunter:
- Standardisierte Benennungskonventionen.
- Revisionskontrolle der Daten, um sicherzustellen, dass nur aktuelle Informationen verwendet werden.
- Eindeutige Identifikatoren für jeden „Informationscontainer“.
- Eignungsstatus, der allen Daten zugewiesen wird.
- Detaillierte Protokollierung (Audit Trail) usw.
Wer sollte eine Common Data Environment nutzen?
In einer idealen Welt gäbe es eine dedizierte Stelle für die Person, die damit beauftragt ist, den gesamten Informationsfluss kohärent und synchron zu halten. BIM-zentrierte Protokolle wie das Construction Industry Council BIM (CIC BIM) sehen die spezifische Position des „Information Managers“ vor, die sich von der des „BIM-Koordinators“ unterscheidet. In der Realität ist die Überwachung der CDE jedoch eine Aufgabe, die bei der Einführung der CDE einem Mitglied des oberen Managements übertragen wird.
Häufige Anwendungsfälle unter aktiver Einbindung einer CDE
Eine Common Data Environment mag auf den ersten Blick ein relativ einfaches Konzept sein, doch ihre Anwendungen in der Bauindustrie unterscheiden sich je nach Anwendungsfall stark. Daher können wir verschiedene Beispiele dafür aufzeigen, wie eine CDE spezifische Prozesse im Baubereich verbessern kann.
Zentralisierte Zusammenarbeit in Echtzeit innerhalb desselben BIM-Modells
Der offensichtlichste Vorteil einer CDE ist die Möglichkeit, mehreren Projektbeteiligten gleichzeitig die Zusammenarbeit am selben Projektmodell zu ermöglichen. Jede Änderung am Modell wird sofort aktualisiert, was Missverständnisse ausschließt und das Risiko von Konflikten zwischen den Projektbeteiligten erheblich reduziert.
Obwohl BIM bereits seit einiger Zeit existiert und die Vorteile den meisten bekannt sind, ist es oft schwer nachzuvollziehen, wie BIM auf eine Common Data Environment angewiesen ist, um die notwendige nahtlose Zusammenarbeit und den Datenaustausch zu gewährleisten. CDEs unterstützen zudem weitere projektbezogene Prozesse und Aufgaben, wie die Kollisionsprüfung, das Mängelmanagement und praktisch jeden anderen Prozess, der eine Koordination zwischen verschiedenen Beteiligten erfordert.
Keine Trennung zwischen Büro- und Baustellenteams
Das Fehlen eines zentralen Kommunikationssystems kann zu zahlreichen Problemen in der Abstimmung zwischen Baustellen- und Büropersonal führen, was eine erhöhte Fehlerquote und einen allgemeinen Effizienzverlust für das Projekt zur Folge hat.
Eine CDE ist eine hervorragende Lösung für dieses Problem, da sie Echtzeit-Updates für projektbezogene Informationen zwischen verschiedenen Teams ermöglicht, unabhängig von deren Standort. Zu den spezifischen Beispielen für Informationen, die zwischen der Baustelle und dem Büro ausgetauscht werden können, gehören Bestandsdaten, Absteckpunkte und vieles mehr.
Vereinfachtes Projektinformationsmanagement
Es kommt nicht selten vor, dass bestimmte Beteiligte projektbezogene Informationen nicht mit dem restlichen Team teilen. Ein solches Verhalten ist oft schädlich für den Gesamterfolg des Projekts und wird daher in den meisten Fällen ausdrücklich nicht empfohlen. Das Problem liegt jedoch nicht immer bei den Beteiligten selbst, da der sichere Austausch bestimmter Informationen eine überraschend schwierige Aufgabe sein kann.
Die Existenz einer CDE löst dieses Problem, indem sie einen zentralen und denkbar bequemen Zugriff auf alle Projektinformationen bietet. Sowohl das Hochladen als auch das Teilen sind relativ einfach, und für bestimmte Arten von Informationen können sogar spezielle Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, wie zum Beispiel für risikoreiche Informationen oder Finanzdaten.
Zugriff auf das BIM-Modell ohne Software
BIM-Software kann selbst für Standards der Baubranche sehr teuer sein, weshalb es nicht ungewöhnlich ist, dass nur Ingenieure und Architekten Zugriff auf vollständige BIM-Modelle haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass andere Projektbeteiligte (wie Bauherren oder Auftragnehmer) nicht von den Informationen profitieren könnten, die über die regulären Bauunterlagen hinaus im BIM-Modell gespeichert sind.
Eine CDE-Lösung in einer BIM-Umgebung bietet eine einfache Lösung für dieses Problem, indem sie einen nahtlosen Zugriff auf alle Projektinformationen an einem Ort ermöglicht. Komfortable Rendering-Erstellung, effizientere Bauprozesse und eine schnellere Berichterstellung sind nur einige Beispiele für die Vorteile, die eine CDE für BIM bei Bauprojekten bieten kann – sowohl mit als auch ohne BIM-Beteiligung.
Optimierte dokumentenzentrierte Prozesse
Prozesse wie Einreichungen und RFI-Anfragen nehmen oft extrem viel Zeit in Anspruch, wobei die größte Einschränkung meist in der Infrastruktur für den Datenaustausch liegt. Eine CDE löst dieses Problem mühelos und bietet eine bequeme und unkomplizierte Möglichkeit zur Verwaltung von Dokumenten, einschließlich Änderungsaufträgen, RFIs, Einreichungen und mehr. Die Effektivität dieses Datenmanagements wird zudem durch Funktionen wie Versionierung und anpassbare Benachrichtigungen gesteigert, was das Risiko von Kostenüberschreitungen, Verzögerungen und anderen Fehlern, die durch diese Dokumente entstehen können, deutlich verringert.
Missverständnisse über CDEs
Wie bei fast jeder neuen Technologie in einem großen und komplexen Bereich gibt es auch bei CDEs eine Reihe von Zweiflern und Missverständnissen. Letztere betreffend gibt es mindestens drei Hauptirrtümer über Common Data Environments, die entweder teilweise oder vollständig falsch sind:
- CDE ist ein Schwachpunkt in Bezug auf die Datenintegrität.
Zunächst mag es wie ein massives Sicherheitsrisiko erscheinen, allen Projektbeteiligten Zugriff auf die Informationen Ihres Unternehmens zu gewähren. Gleichzeitig ist keine CDE völlig schutzlos. Die verschiedenen am Markt erhältlichen CDEs haben ihre eigenen Methoden zum Datenschutz implementiert, die von einfachen Sicherheitsmaßnahmen wie Passwörtern bis hin zu komplexer Verhaltensüberwachung und ausgefeilten Zugriffsrichtlinien reichen.
- Die Implementierung einer CDE lohnt sich nicht.
Die Baubranche steht vor zahlreichen Herausforderungen, darunter Fachkräftemangel, neue Technologien, die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und vieles mehr. In diesem volatilen Umfeld ist es entscheidend, für den Kunden so wettbewerbsfähig wie möglich zu bleiben. Die Einführung eines CDE ist ein vergleichsweise einfacher, aber effektiver Schritt in die richtige Richtung, der zahlreiche Vorteile bietet: weniger Missverständnisse, eine geringere Fehleranfälligkeit, eine bessere Datenzusammenführung, vereinfachter Datenaustausch und mehr. Allein diese Vorteile schaffen einen erheblichen Mehrwert für ein CDE, und die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.
- CDE ist viel zu kompliziert.
Dies ist Teil eines weitaus größeren Problems der gesamten Baubranche: ein enormer Widerstand gegen Veränderungen (die Landwirtschaft ist die einzige Branche, die noch konservativer ist als das Bauwesen). Vor diesem Hintergrund ist es leicht nachvollziehbar, warum manche behaupten, die Einführung eines CDE sei zu schwierig, nur weil es sich deutlich von Technologien unterscheidet, die seit Jahrzehnten kaum verändert wurden.
Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Die meisten CDE-Lösungen sind einfach zu implementieren (insbesondere im Vergleich zum BIM-Einführungsprozess), und die Vorteile der Datenzentralisierung machen sich sowohl kurz- als auch langfristig bemerkbar.
Beispiele für CDE-Software für BIM
Nachdem wir nun ein allgemeines Verständnis von CDEs, ihrem Zweck und ihren Möglichkeiten haben, ist es nur logisch, einige Beispiele für CDE-Lösungen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vorzustellen. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bietet aber einen guten Überblick über einige der derzeit beliebtesten CDE-Lösungen. Aufgrund der engen Verknüpfung von BIM und CDE verfügen viele der unten genannten Programme zudem über BIM-Funktionen.
Autodesk Construction Cloud

Autodesk ist ein bekannter Softwareanbieter in verschiedenen Branchen und bietet CAD-Tools, BIM-Software und viele weitere Lösungen an. BIM 360 war eines der vielen Beispiele für die Leistungsfähigkeit von Autodesk, konzentrierte sich jedoch speziell auf Projektmanagement- und Datenverwaltungsaufgaben. Vor einigen Jahren wurde es durch die Autodesk Construction Cloud ersetzt, eine umfassende Projektmanagement-Lösung mit einer Vielzahl von Funktionen, von denen viele als Weiterentwicklung der Ansätze von BIM 360 betrachtet werden können. ACC bietet umfassende Möglichkeiten zur Workflow-Steuerung innerhalb einer cloudbasierten Lösung, die Echtzeitzugriff auf alle Projektinformationen gewährt und zahlreiche Werkzeuge zur Verbesserung der Entscheidungsfindung, Problemlösung und Prozessoptimierung bereitstellt.
Kundenbewertungen:
- Capterra – 4,3/5 Punkte basierend auf 2.169 Nutzerbewertungen
- G2 – 4,3/5 Punkte basierend auf 2.828 Nutzerbewertungen
Vorteile:
- Unterstützung für eine Vielzahl verschiedener Baudokumente, darunter RFIs, Berichte, Zeitpläne, Zeichnungen und mehr.
- Umfangreiche Funktionen in einem einzigen Paket, das die Anforderungen zahlreicher Berufe und Fachrichtungen in der Baubranche abdeckt.
- Beeindruckende Flexibilität durch die webbasierte Architektur, die den Zugriff auf alle Softwarefunktionen von praktisch jedem Gerät mit Webbrowser und Internetverbindung ermöglicht.
Nachteile:
- Projektvorlagen können nicht von Grund auf neu erstellt werden, was die individuellen Anpassungsmöglichkeiten erheblich einschränkt.
- Extreme Abhängigkeit von Autodesk-Servern, da die gesamte Lösung webbasiert ist und nicht offline betrieben werden kann.
- Die hohe Update-Frequenz kann Arbeitsabläufe stören, insbesondere bei Unternehmen, die nicht an Lösungen in aktiver Entwicklung gewöhnt sind.
Preise (zum Zeitpunkt der Erstellung):
- Auf der offiziellen Autodesk-Website waren keine öffentlichen Preisinformationen für BIM 360 verfügbar. ACC folgt demselben Muster und bietet individuelle Angebote für jeden Kunden an, die nur auf Anfrage erstellt werden und nicht öffentlich zugänglich sind.
Meine persönliche Meinung zu Autodesk Construction Cloud:
Autodesk ist einer der bekanntesten Softwareanbieter in der Baubranche und hat diesen Status durchaus verdient. Softwarelösungen wie AutoCAD und Revit gelten für viele als die besten auf dem Markt, auch wenn sie ihren Preis haben. Autodesk Construction Cloud versucht, diesem Ruf im Bereich der CDE-Software für BIM gerecht zu werden, indem es eine webbasierte, cloudzentrierte Kollaborationssoftware mit zahlreichen Werkzeugen und Funktionen bereitstellt. Sie glänzt bei der BIM-Koordination und unterstützt zudem das Mängelmanagement, die Planprüfung, die Koordination von Liefergegenständen und viele weitere branchenspezifische Aufgaben. Gleichzeitig ist die Software bei weitem nicht perfekt: Sie ist stark von einer Internetverbindung abhängig, die Anpassungsmöglichkeiten sind überraschend unausgewogen und die Tatsache, dass es sich um eine webbasierte Lösung mit ständigen Updates handelt, könnte für manche Nutzer ein erheblicher Nachteil sein.
Fieldwire

Fieldwire ist ein weiterer relativ bekannter Name im Bereich Projektmanagement. Ursprünglich wurde es entwickelt, um die bestehenden Kollaborationsmöglichkeiten von Unternehmen zu verbessern. Es bietet eine zentrale Datenspeicherung und vielfältige Koordinationsfunktionen, ergänzt durch Mängellisten, Bestandspläne, Aufgabenverwaltung, benutzerdefinierte Formulare, Zeitplanung usw. Fieldwire ist als mobile App für iOS- und Android-Geräte erhältlich; eine Windows-Version befindet sich derzeit in aktiver Entwicklung und kann bereits in ihrem unvollständigen Zustand genutzt werden.
Kundenbewertungen:
- Capterra – 4,6/5 Punkte basierend auf 88 Nutzerbewertungen
- G2 – 4,5/5 Punkte basierend auf 210 Nutzerbewertungen
Vorteile:
- Umfangreiche Funktionen zum Informationsaustausch.
- Beeindruckende Versionierungsfunktionen mit einfachem Zugriff auf jede Dateiversion bei Bedarf.
- Starker Fokus auf Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten.
Nachteile:
- Begrenzte Auswahl an vorgefertigten Elementen (Formulare, Aufgaben usw.).
- Stark eingeschränkte Budgetverfolgung.
- Einige relativ grundlegende Funktionen fehlen, wie etwa die Möglichkeit, Wochenberichte durch Zusammenfassung von sieben Tagesberichten zu erstellen.
Preise (zum Zeitpunkt der Erstellung):
- Fieldwire bietet verschiedene Preispläne für unterschiedliche Kundengruppen an:
- Basic ist das Einstiegsmodell von Fieldwire. Es bietet grundlegende Funktionen wie die Planansicht, Aufgabenverwaltung und Checklisten. Es ist komplett kostenlos und richtet sich an kleinere Teams mit begrenztem Budget.
- Pro (54 $ pro Nutzer/Monat) ist etwas komplexer und erweitert die Basisfunktionen um Planvergleiche, benutzerdefinierte Aufgabenstatus und individuelle Berichte.
- Business (74 $ pro Nutzer/Monat) ergänzt die Funktionen der vorherigen Stufe um benutzerdefinierte Formulare, Dateisynchronisierung und einen BIM-Viewer.
- Business Plus (89 $ pro Nutzer/Monat) ist die umfangreichste Stufe von Fieldwire und erweitert die bestehenden Funktionen um Submittals, RFI-Erstellung, Änderungsaufträge und viele weitere Möglichkeiten.
Meine persönliche Meinung zu Fieldwire:
Fieldwire ist eine der bekannteren Lösungen in diesem Bereich, da es eine Nische im Segment der Projektmanagement-Software besetzt. Der Hauptzweck liegt in der Unterstützung des datenbasierten Managements auf der Baustelle, weshalb der Fokus der Entwicklung eher auf mobilen Apps als auf Desktop-Software liegt. Zu den größten Vorteilen von Fieldwire zählen die einfache Kommunikation zwischen Projektbeteiligten und Teammitgliedern, der bequeme Informationsaustausch, Status-Updates in Echtzeit und vieles mehr. Es ist eine hervorragende Option für die Zusammenarbeit vor Ort und eine großartige CDE-Software für BIM-Umgebungen, auch wenn es einige Schwächen aufweist, wie etwa eine fehlende Auswahl an Vorlagen und äußerst eingeschränkte Tools zur Budgetverfolgung.
Allplan

Allplan ist ein sehr praktisches Toolset für die Architekturplanung, das von der Firma Nemetschek entwickelt wurde. Es kann sowohl in 2D als auch in 3D eingesetzt werden und unterstützt Zeichnungen, Konzepte, Topografie, Datenaustausch und vieles mehr. Da es auf Windows-Geräte beschränkt ist, ist die Flexibilität insgesamt etwas eingeschränkt. Dennoch ist der Funktionsumfang beeindruckend und deckt neben der Tragwerksplanung auch Infrastrukturdesign, Tiefbau, Stahlbau und zahlreiche weitere Disziplinen ab.
Kundenbewertungen:
- Capterra – 3,2/5 Punkte basierend auf 6 Nutzerbewertungen
- G2 – 4,4/5 Punkte basierend auf 25 Nutzerbewertungen
Vorteile:
- Der umfassende Funktionsumfang macht die Software in vielen Bereichen der Baubranche äußerst nützlich.
- Relativ einfache Benutzeroberfläche, die darauf ausgelegt ist, Neulinge nicht zu überfordern.
- Dank der praktischen Skalierbarkeit eignet sich die Lösung für Unternehmen jeder Größe, vom Einzelunternehmer bis hin zu großen Projektteams.
Nachteile:
- Zahlreiche Probleme, wie etwa Verlangsamungen bei der Arbeit an komplexen Projekten.
- Unvollständige Funktionen in einigen Bereichen (wie das Fehlen von Möglichkeiten zur Tageslichtberechnung).
- Die allgemeine Update-Frequenz ist relativ gering, und es gab schon länger keine nennenswerten Änderungen oder Verbesserungen an der Software mehr.
Preise (zum Zeitpunkt der Erstellung):
- Auf der offiziellen Website von Allplan sind keine öffentlichen Preisinformationen verfügbar. Es scheint, als sei die Anforderung eines individuellen Angebots der einzige Weg, um Preisinformationen für Allplan zu erhalten.
Meine persönliche Meinung zu Allplan:
Allplan ist im Bereich der Architekturplanung eine relativ unbekannte Lösung, obwohl es einen beeindruckenden Funktionsumfang bietet, einschließlich Unterstützung für verschiedene spezifische Branchen sowie zahlreiche Möglichkeiten für Datenaustausch und Zusammenarbeit. Es handelt sich um eine bemerkenswerte BIM-Software mit vielen CAD-nahen Funktionen und sogar einigen CDE-Elementen. Allerdings wird sie durch eine Reihe von Mängeln beeinträchtigt, darunter ein offensichtlicher Mangel an Innovation über die Jahre sowie extrem eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten und das Fehlen einiger Funktionen, die als Industriestandard gelten und in den Lösungen der meisten Wettbewerber enthalten sind.
Bentley ProjectWise

Ingenieurwesen und Infrastruktur sind zwei der wichtigsten Zielgruppen für Bentley ProjectWise, eine umfassende Softwareanwendung für Datenmanagement und Projektzusammenarbeit. Sie kann mit vielen verschiedenen Datenformaten arbeiten und lässt sich zudem in zahlreiche andere branchenspezifische Anwendungen integrieren, was sie zu einer hervorragenden Common Data Environment für Zusammenarbeit und Datenaustausch macht. Zu den wichtigsten Funktionen von Bentley gehören Workflow-Automatisierung, Dokumentenkontrolle und Versionierung sowie beeindruckende Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz sämtlicher kollaborativer Informationen.
Kundenbewertungen:
- Capterra – 4,2/5 Punkte basierend auf 27 Nutzerbewertungen
- TrustRadius – 9,3/10 Punkte basierend auf 17 Nutzerbewertungen
- G2 – 3,9/5 Punkte basierend auf 42 Nutzerbewertungen
Vorteile:
- Der Komfort, alle Projektdateien an einem zentralen Ort abrufen zu können.
- Vereinfachte Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen Teams und Unternehmen.
- Attribute und Eigenschaften lassen sich einfach von einem Datensatz auf einen anderen übertragen.
Nachteile:
- Die Konfiguration des Workflows kann sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig sein.
- Die enorme Funktionsvielfalt kann auf Neulinge sehr überwältigend wirken.
- Zahlreiche Probleme bei der Integration mit Autodesk-Produkten.
Preise (zum Zeitpunkt der Erstellung):
- ProjectWise ist eine Lösung, die in zwei separaten Paketen vertrieben wird: Manage und Engineer.
- ProjectWise Manage (292 $ für eine einzelne Einheit mit einer 12-monatigen Anwenderlizenz) ist eine Kombination aus Projektmanagement-Funktionen, die sich am besten für die Projektüberwachung eignet. Sie ermöglicht die Verwaltung von Workflows, die Leistungsüberwachung, die Integration von Projektdaten, die Ressourcenverwaltung und vieles mehr.
- ProjectWise Engineer (848 $ für eine einzelne Einheit mit einer 12-monatigen Anwenderlizenz) ist ein spezifischerer, ingenieurorientierter Teil der Software, der sich darauf konzentriert, eine komfortable Umgebung für den Datenaustausch zwischen Ingenieuren bereitzustellen, was sie zu einer vollwertigen CDE-Lösung macht.
Meine persönliche Meinung zu Bentley ProjectWise:
Bentley ist ein relativ bekannter Name in der Automobilindustrie, was jedoch nichts mit diesem Bentley zu tun hat, da es sich bei ersterem um Bentley Motors handelt, während das Thema dieses Artikels Bentley Systems ist. Davon abgesehen genießt Bentley Systems selbst einen guten Ruf und bietet zahlreiche Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle und Zwecke. ProjectWise ist ein solches Beispiel und bietet eine beeindruckende Projektmanagement-Lösung mit CDE-Funktionen und einer Vielzahl an Werkzeugen. Es ist nicht die benutzerfreundlichste Lösung auf dem Markt, weist eine steile Lernkurve auf und bietet eine Fülle an verwirrenden Funktionen, ist aber in den Händen des richtigen Anwenders ein sehr kompetentes Werkzeug.
Procore

Procore ist eine außergewöhnliche Projektmanagement-Lösung mit einer enormen Funktionsvielfalt. Zu den Möglichkeiten gehören unter anderem Projektqualität, Budgetierung, Risikomanagement und Arbeitssicherheit. Die Software bietet Fernzugriffsfunktionen, Lösungen für den Datenaustausch und eine zentralisierte Datenspeicherumgebung für einige der komplexesten Projekte überhaupt. Die Software ist in mehrere Module unterteilt, die auf bestimmte Bereiche spezialisiert sind, wie etwa Finanzen, Qualität und Sicherheit, Projektmanagement usw. Procore kann die Projekteffizienz steigern, die Zusammenarbeit verbessern, die Zeit für die Konfliktlösung verkürzen und vieles mehr.
Kundenbewertungen:
- Capterra – 4,5/5 Punkte basierend auf 2.700 Nutzerbewertungen
- G2 – 4,6/5 Punkte basierend auf 2.713 Nutzerbewertungen
Vorteile:
- Hervorragender Kundensupport.
- Umfassende Möglichkeiten zur Zentralisierung von Arbeitsabläufen.
- Große Auswahl an Lernmaterialien.
Nachteile:
- Viele Prozesse sind sehr zeitaufwendig und nicht besonders intuitiv.
- Die Lernkurve der Software ist insgesamt sehr steil.
- Kein einfacher Wechsel zwischen aufeinanderfolgenden RFIs oder Submittals möglich.
Preise (zum Zeitpunkt der Erstellung):
- Die offizielle Website von Procore bietet so gut wie keine Informationen zur Preisgestaltung. Um diese zu erhalten, müssen Sie direkt bei dem Unternehmen ein Angebot anfordern.
Meine persönliche Meinung zu Procore:
Procore ist eine beeindruckende Projektmanagement-Software, die eine enorme Fülle an Funktionen und Möglichkeiten bietet, darunter Projektmanagement, Finanzverwaltung, Qualitäts- und Sicherheitsmanagement und vieles mehr. Es ist zudem ein hervorragendes Tool für die Zusammenarbeit und den Datenaustausch, was es auch als Common Data Environment (CDE) äußerst nützlich macht. Die Lösung ist jedoch auch dafür bekannt, dass sie sehr komplex in der Anwendung ist, eine steile Lernkurve aufweist und ein etwas kompliziertes Prozessmanagement besitzt, was für viele potenzielle Kunden eine erhebliche Hürde darstellen kann.
oceanBIM

oceanBIM ist eine relativ kompakte, cloudbasierte Plattform für das Projektmanagement und die Zusammenarbeit bei verschiedenen Vorhaben. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich in erster Linie um eine BIM-Plattform. Sie versucht, verschiedene branchenspezifische Anforderungen mit bestehenden BIM-Workflows zu verknüpfen und bietet Funktionen wie Simulation, Modellierung und Analyse. Die größten Einsatzgebiete für oceanBIM sind marine und küstennahe Infrastrukturen (daher auch der Name). Dennoch lässt es sich auch in anderen Branchen einsetzen und fungiert als CDE-Software mit BIM-Elementen sowie als Tool für den Datenaustausch in Echtzeit und die einfache Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams.
Hauptfunktionen:
- Umweltverträglichkeitsprüfung.
- Funktionen zur Resilienzplanung.
- Echtzeit-Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Datenumgebung (CDE).
- Beeindruckende BIM-Funktionen mit Unterstützung für branchenspezifische Anwendungsfälle.
- Effiziente Kommunikation zwischen Projektteams.
Preise (zum Zeitpunkt der Erstellung):
- Auf der offiziellen Website von oceanBIM sind keine öffentlichen Preisinformationen verfügbar.
Meine persönliche Meinung zu oceanBIM:
oceanBIM ist eine sehr interessante Kombination aus grundlegenden BIM-Funktionen und einer überraschend tiefgreifenden Integration branchenspezifischer Anforderungen. Wie der Name schon sagt, ist oceanBIM eine auf den maritimen Bereich ausgerichtete Lösung, die ihre Stärken besonders bei wasserbasierten oder küstennahen Strukturen ausspielt. oceanBIM unterstützt nicht nur Modellierungs-, Simulations- und Analysevorgänge, sondern kann auch als zentraler Datenspeicher für alle Projektbeteiligten dienen, was es in bestimmten Situationen zu einer praktischen CDE-Lösung macht.
Trimble Connect

Trimble Connect ist eine praktische und nützliche cloudbasierte Lösung, bei der das Datenmanagement im Vordergrund steht. Im Kern handelt es sich um eine CDE-Lösung, die zahlreiche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in einer zentralen Datenaustauschumgebung bietet. Sie ist für nahezu alle Projektbeteiligten von großem Nutzen, darunter Subunternehmer, TGA-Fachplaner, Architekten, Designer und viele mehr. Trimble Connect bietet zudem eine Vielzahl an Funktionen wie Designkoordination, Projektmanagement und zahlreiche Integrationen mit anderer Software – die Anbindung an SketchUp ist einer der bekanntesten Anwendungsfälle für Trimble Connect.
Kundenbewertungen:
- Capterra – 4,0/5 Punkte basierend auf 11 Nutzerbewertungen
- G2 – 4,5/5 Punkte basierend auf 14 Nutzerbewertungen
Vorteile:
- Beeindruckende Funktionen für Zusammenarbeit und Datenaustausch machen es zu einer der besten CDE-Lösungen auf dem Markt.
- Vorhandensein einer mobilen App für mehr Flexibilität.
- Große Auswahl an BIM-Funktionen.
Nachteile:
- Begrenzte Auswahl an hilfreichen Informationen im Hilfebereich.
- Starke Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung.
- Die Benutzeroberfläche kann insgesamt sehr schwer zu bedienen sein.
Preise (zum Zeitpunkt der Erstellung):
- Trimble Connect bietet verschiedene Preisstufen für unterschiedliche Nutzergruppen an:
- Kostenlos ist eine stark eingeschränkte Version der Software, die maximal fünf Teilnehmer und nur ein einziges Projekt pro Lizenz unterstützt.
- Business beginnt bei 12,99 $ pro Nutzer und Monat. Sie bietet zusätzliche Verwaltungsfunktionen und hebt die Einschränkungen der kostenlosen Version auf.
- Business Premium beginnt bei 23,95 $ pro Nutzer und Monat. Sie umfasst erweiterte BIM-Funktionen, detaillierte 3D-Workflows sowie eine Vielzahl an Apps und Erweiterungen von Drittanbietern, ist jedoch nur mit jährlicher Abrechnung erhältlich.
Meine persönliche Meinung zu Trimble Connect:
Trimble Connect ist eine kompetente CDE-Lösung mit zahlreichen BIM-Funktionen. Sie bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Datenfreigabe und -zentralisierung, was TGA-Fachplanern, Subunternehmern, Architekten und anderen Fachleuten in komplexen Projektumgebungen sehr zugutekommt. Es ist zwar nicht die benutzerfreundlichste Software auf dem Markt, aber aufgrund ihres Gesamtumfangs dennoch eine überzeugende Option für Unternehmen, die eine CDE-Umgebung mit grundlegenden BIM-Funktionen benötigen. Erwähnenswert ist zudem, dass Trimble eine Basisversion der Software mit eingeschränktem Funktionsumfang sowie eine mobile App anbietet.
Die Zukunft des Konzepts einer Common Data Environment
Die CDE-Branche entwickelt sich stetig weiter. Initiativen wie openCDE werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, sicherzustellen, dass CDE-Software für BIM nicht in dieselben Fallen tappt wie BIM vor einigen Jahren. Das Ziel, einen bequemen Zugriff auf Projektinformationen und eine einfache Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten zu ermöglichen, sollte nicht durch proprietäre Standards und die Mechanismen spezifischer Software untergraben werden.
Die Zukunft von CDE-Software für BIM wird sich stärker auf etablierte Datenaustausch-Frameworks konzentrieren und gleichzeitig bessere Richtlinien für den Umgang mit verschiedenen Datenformaten innerhalb einer Common Data Environment entwickeln. Damit CDEs ihren größtmöglichen Nutzen entfalten können, müssen sich alle Unternehmen bei jedem Projekt vorab auf spezifische Regeln und Eigenschaften für den Datenaustausch einigen.



