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„Man gewinnt oder man verliert": Jason Howden über KI, Risiko und die Zukunft der Baubranche

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In der schnelllebigen Welt der PropTech ist das „Rauschen" rund um Künstliche Intelligenz ohrenbetäubend. Für Jason Howden, Chief Innovation Officer bei Revizto, lautet das Ziel nicht, dem Hype zu folgen — sondern das Signal zu finden.

Mit 30 Jahren Branchenerfahrung, dem Weg vom Zeichenbrett über CAD und BIM bis hin zur KI, fungiert Jason als „Leuchtturm" für die Baubranche.

In einer aktuellen Episode des Podcasts Signal from Noise teilte er eine grundlegende Wahrheit: Das Fundament von KI ist nicht der Code. Es sind belastbare Daten.

Die „Garbage in, garbage out"-Realität

Im Bauwesen kann ein einzelnes Projekt Hunderte von Millionen oder gar Milliarden von Dollar umfassen. Bei solch hohen Einsätzen kann man es sich nicht leisten, zu improvisieren. Jason ist der festen Überzeugung, dass KI nur so gut ist wie die Informationen, mit denen sie gespeist wird.

„KI wird alles verstärken, was ihr vorgelegt wird. Wenn es schlechte Daten sind, werden Sie wahrscheinlich mehr schlechte Ergebnisse erhalten. Wenn es qualitativ hochwertige Daten sind, wird sie diese einfach verbessern. Sie werden in der Lage sein, bessere Entscheidungen schneller und mit mehr Vorhersagbarkeit zu treffen."

Für Revizto ist die Mission, diese Datenintegrität zu schützen. Indem die Plattform 2D-Zeichnungen, 3D-Modelle und Echtzeit-Aufgabenverfolgung in einem einheitlichen Collaboration Hub integriert, stellt sie sicher, dass — egal ob Installateur oder Planungsarchitekt — endlich alle zur gleichen Zeit mit denselben Informationen arbeiten.

Über „Vaporware" im AECO-Sektor hinaus

Die Baubranche ist bekannt dafür, risikoscheu zu sein — und das aus gutem Grund. Es ist ein Hochrisiko-Umfeld, in dem ein einziges schlechtes Projekt ein Unternehmen zum Scheitern bringen kann.

„Es ist fast wie ein Nullsummenspiel. Man gewinnt oder man verliert. Ich erinnere mich an einen Unternehmer, der mir sagte: auf einem Projekt vom Nullpunkt zum Helden, und auf dem nächsten vom Helden zurück zum Nullpunkt."

Diese Volatilität hat zu einer Landschaft geführt, die mit „Vaporware" übersät ist — Technologieversprechen, die auf einer schlammigen Baustelle nie Wirklichkeit werden. Um dem entgegenzuwirken, ist Jasons Ansatz zur KI im Bauwesen pragmatisch. Er sieht KI nicht als Top-down-Ersatz, sondern als virtuellen Assistenten, der sich über bestehende Workflows legt, um reale Probleme zu lösen.

3 Wege, wie KI für Revizto-Nutzer „die Waage verschieben" wird:

  1. Natürliche menschliche Schnittstellen: Anstatt komplexe Software zu navigieren, können Teams konversationelle KI nutzen. „Was wäre, wenn Sie Revizto einfach fragen könnten: ‚Hey Revizto, wo sind meine kritischen Aufgaben heute?'"
  2. Automatisierte Lieferkettenabstimmung: Indem Projektpläne mit Modellelementen verknüpft werden, stellt KI sicher, dass Materialien „just in time" ankommen. Das reduziert das Risiko von Beschädigungen oder Diebstahl auf der Baustelle.
  3. Skalierung von Experten: KI ermöglicht es VDC-Fachleuten, sich zu skalieren, indem sie die repetitiven Datenverlinkungsaufgaben automatisiert, die für massive Strukturen wie Krankenhäuser erforderlich sind.

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Die Philosophie des „zweimal Bauens"

Eine der tiefgreifendsten Veränderungen, über die Jason spricht, ist die Möglichkeit, „zweimal zu bauen". Anders als im verarbeitenden Gewerbe, das Prototypen einsetzt, hatte die Baubranche historisch immer nur einen einzigen Versuch.

„Im Bauwesen haben Sie nur einen Durchgang. Einmal und fertig. Aber mit Revizto können Sie es digital modellieren und dann testen, wie das Gebäude zusammenpasst. Sie haben es bereits geprobt."

Durch den Einsatz von VR und AR können Teams die Abfolge der Vorgänge digital perfektionieren. Diese Probe macht Lieferketten planbar und die Effizienz auf der Baustelle erreicht bisher unbekannte Niveaus.

Ein Paradox aus Einfachem und Komplexem

Trotz all des hochtechnologischen Diskurses bleibt Jason in der Realität des Handwerks verankert.

„Egal, was wir in der digitalen Welt tun — irgendwo auf der Welt verlegt gerade ein Maurer Steine im Regen. Dieses Handwerk in der realen Welt findet weiterhin statt."

Das Bauwesen ist ein wunderschönes Paradox, bei dem die Sanitärinstallation eines Krankenhauses grundlegend dieselbe ist wie die eines Einfamilienhauses — nur in einem riesigen Maßstab. Indem wir die Daten bereinigen und KI über diese Prozesse legen, bauen wir nicht nur schneller, sondern adressieren auch Nachhaltigkeit. Mit besserer Planung sinkt der Abfall auf nahezu 0 % — was dazu beiträgt, einen der größten Verursacher des Klimawandels zu reduzieren.

Wie Jason es formuliert, ist das Bauwesen die „am meisten unterschätzte, missverstandene, aber großartige Branche der Welt". Von Rechenzentren bis zu Raketenstartplätzen ermöglicht das Bauwesen die moderne Welt. Mit dem richtigen digitalen „Leuchtturm" als Wegweiser ist die Branche endlich bereit, schneller als die Gletscher voranzuschreiten.

Jason Howden
Jason Howden
Chief Innovation Officer
Jason Howden ist Chief Innovation Officer bei Revizto und ein weltweit anerkannter Experte für Technologie in der gebauten Umwelt. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung und arbeitet mit Projektteams weltweit zusammen, um digitale Koordination, Kooperation und aufstrebende Technologien in komplexen Bau- und Infrastrukturprojekten voranzubringen.

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