Ihre Daten, Ihre Bedingungen: Warum ich Revizto auf Datenhoheit aufgebaut habe
Are you prepared for what’s next in AECO?
Ich habe Revizto 2012 gegründet, weil ich überzeugt war, dass die Baubranche mehr verdient als fragmentierte Zusammenarbeit. Teams verloren Zeit, Geld und gegenseitiges Vertrauen, weil die richtigen Informationen nicht zur richtigen Zeit die richtigen Menschen erreichten.
Vierzehn Jahre später ist dieses Problem noch immer nicht gelöst. Doch ein neues ist hinzugekommen – und es liegt mir genauso am Herzen.
Da KI zunehmend in Bausoftware integriert wird, besteht das Risiko, dass Ihre Projektdaten auf eine Weise verwendet werden, der Sie weder zugestimmt haben noch die Sie sich vorstellen konnten. Modelle werden mit Kundendaten trainiert. Proprietäre KI-Schichten werden auf Basis Ihres Koordinationsverlaufs, Ihrer Aufgabenprotokolle und Ihrer Kollisionsdaten aufgebaut. Der Anbieter profitiert davon. Sie haben dabei nicht immer ein Wörtchen mitzureden.
Bei Revizto gehen wir bewusst den anderen Weg.
Was Datenhoheit wirklich bedeutet
Es ist kein Modewort. Es ist ein Prinzip, an dem wir seit Jahren arbeiten – und das jede unserer Architekturentscheidungen prägt.
Ihre Daten befinden sich in Ihrer Instanz. Wir verfügen über Zertifizierungen, die bestätigen, dass wir robuste Datenkontroll- und -protokollmechanismen eingerichtet haben. Ihre Projektinformationen bleiben Ihre – es sei denn, Sie entscheiden sich ausdrücklich, sie mit uns zu teilen. Das bedeutet: Ihre Modelle, Ihre Aufgaben, Ihr Koordinationsverlauf, die operative Intelligenz Ihrer Kunden – nichts davon ist für uns einsehbar. Nichts davon wird zum Training verwendet. Wie das im Detail funktioniert, können Sie in unserem KI-Manifest nachlesen.
Dieses Prinzip ändert sich nicht mit dem Aufkommen von KI.
Was sich ändert, ist die Art und Weise, wie wir Ihnen Zugang zu Ihren eigenen Daten geben. In diesem Jahr öffnen wir unsere API – zunächst mit Lesezugriff auf Objekteigenschaften, mit dem Ziel, schrittweise den vollständigen Modellzugriff zu ermöglichen. Das Ziel ist nicht, ein geschlossenes KI-System zu bauen, das im Hintergrund mit Ihren Daten arbeitet. Das Ziel ist, Ihnen die Schlüssel zu geben – damit Sie Ihre Daten mit den KI-Tools verbinden können, die Ihr Unternehmen bereits ausgewählt und freigegeben hat.
Sie bringen Ihre eigene KI mit. Sie behalten Ihr geistiges Eigentum. Wir fassen es nicht an.
Warum das wichtiger ist als je zuvor
Ich beobachte seit geraumer Zeit, wie die KI-Welle den Markt für Bautechnologie erfasst. Mehrere Plattformen positionieren KI als ihr nächstes großes Produkt – manche, indem sie Kundendaten bündeln, um proprietäre Modelle zu entwickeln; andere, indem sie einschränken, welche Tools Sie anbinden können; wieder andere, indem sie Ihre Wahlmöglichkeiten still und leise reduzieren und das als Innovation vermarkten.
Das ist keine Innovation. Das ist Abhängigkeit mit besserem Marketing.
Am stärksten gefährdet sind Teams, die nicht die richtigen Fragen stellen – weder bevor sie einen neuen Vertrag unterzeichnen, noch wenn sie bei bestehenden Anbietern nachfragen:
- Auf Basis wessen Daten wurde diese KI trainiert?
- Was passiert mit meinen Daten, wenn ich Ihre KI-Funktionen nutze?
- Kann ich meine Daten exportieren, in welchem Format und wie schnell?
Das sind keine technischen Fragen. Es sind Partnerfragen. Und die Antworten sagen Ihnen alles darüber, mit welcher Art von Anbieter Sie es wirklich zu tun haben.

Das Business-Argument für Vertrauen
Datenhoheit ist nicht nur eine ethische Haltung. Sie ist ein Wettbewerbsvorteil.
Wenn Ihre Koordinationsdaten, Ihr Kollisionsverlauf und Ihre Projektintelligenz im System eines Anbieters eingeschlossen sind, können Sie daraus keine projektübergreifenden Erkenntnisse gewinnen. Sie können keine eigenen Tools darauf aufbauen. Sie können die Daten nicht in Ihr ERP, Ihr Beschaffungssystem oder Ihre Facility-Management-Plattform integrieren. Sie sind dauerhaft auf die Roadmap dieses Anbieters angewiesen, um den Wert Ihrer eigenen Informationen zu erschließen.
Offene APIs verändern diese Gleichung grundlegend. Sie verwandeln Ihre Projektdaten in einen Vermögenswert, den Sie kontrollieren – einen, dessen Wert wächst, je mehr Workflows, Integrationen und institutionelles Wissen Sie darauf aufbauen.
Das ist die Zukunft, auf die wir bei Revizto hinarbeiten. Kein geschlossenes System, das KI an Ihnen anwendet. Ein offenes Ökosystem, das Ihnen die Grundlage gibt, KI selbst zu nutzen – zu Ihren Bedingungen, mit Ihren Tools, ohne dass andere von Ihrem geistigen Eigentum profitieren. Genau das unterstützt der Revizto Collaboration Hub: eine Plattform, die um Ihre Daten, Ihre Workflows und Ihre Kontrolle herum aufgebaut ist.
FAQs
Datenhoheit in Bausoftware bedeutet, dass Projektdaten – darunter Modelle, Aufgabenprotokolle, Kollisionsverläufe und Koordinationsdaten – ausschließlich unter der Kontrolle der Organisation verbleiben, die sie erstellt hat. Der Softwareanbieter darf ohne ausdrückliche Genehmigung weder darauf zugreifen noch sie weitergeben oder zum Training von KI-Modellen verwenden.
Manche Anbieter von Bausoftware nutzen Projektdaten ihrer Kunden, um proprietäre KI-Modelle zu trainieren – häufig ohne klare Information. Das bedeutet: Ihr Koordinationsverlauf, Ihre Kollisionsdaten und Ihre operative Intelligenz können dazu verwendet werden, Systeme zu entwickeln, die dem Anbieter wirtschaftlich nützen – ohne entsprechenden Nutzen oder Zustimmung Ihrerseits.
Eine offene API in der Bautechnologie ermöglicht es Projektteams, ihre eigenen Daten zu extrahieren und mit externen Tools zu verbinden – etwa KI-Plattformen, ERP-Systemen, Beschaffungssoftware oder digitalen Zwillingen. Ohne offenen API-Zugang bleiben die Projektdaten im System des Anbieters eingeschlossen, was die Möglichkeiten der Teams einschränkt, daraus zu lernen, sie zu integrieren oder weiterzuentwickeln.
Ja. Wenn eine Bausoftware-Plattform einen offenen API-Zugang bietet, können Teams ihre eigenen freigegebenen KI-Modelle und -Agenten direkt mit ihren Projektdaten verbinden. Bei diesem „Bring Your Own AI"-Ansatz kommt die KI zu den Daten – und nicht umgekehrt. Teams behalten die volle Kontrolle darüber, welche KI-Tools sie einsetzen, wie ihre Daten verarbeitet werden und wo diese Verarbeitung stattfindet. Das gewinnt zunehmend an Bedeutung, um regulatorischen Anforderungen wie dem EU-KI-Gesetz (AI Act) gerecht zu werden.
Bauteams können ihr geistiges Eigentum schützen, indem sie Plattformen wählen, die unabhängige Datensicherheitszertifizierungen vorweisen, offenen API-Zugang bieten und sich ausdrücklich dazu verpflichten, Kundendaten nicht für das KI-Training zu verwenden. Es ist wichtig, Anbieter direkt zu fragen: Auf Basis wessen Daten wurde diese KI trainiert – und was passiert mit meinen Daten? Diese Fragen sollten vor Vertragsabschluss gestellt werden und auch gegenüber bestehenden Anbietern in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Bausoftware-Plattformen, die sensible Projektdaten verarbeiten, sollten international anerkannte Zertifizierungen besitzen – darunter ISO 27001:2022, ISO 27017, SOC 2 Type 2 und CSA Star Level 1. Diese Zertifizierungen bieten eine unabhängige Bestätigung dafür, dass der Anbieter robuste Datenkontroll-, Zugriffs- und Sicherheitsverfahren gemäß globalen Standards betreibt.



